Schloss Eutin

Der Herzog lässt bitten

Imposanter geht es in Schleswig-Holstein kaum: Die vierflügelige Anlage des Eutiner Schlosses, von außen norddeutsch-backsteinern, mit Eingangs- und Südturm, südländisch anmutendem Innenhof mit Brunnen und Wassergraben rings um das Gebäude liegt direkt am See und ist umgeben von einem weitläufigen Englischen Landschaftsgarten.

Um 1160 schon vermutet man die erste Niederlassung der lübschen Bischöfe hier in Eutin. Streit mit der eigensinnigen weltlichen Bürgerschaft der Hansestadt zwang die geistlichen Herren aus ihrer angestammten Stadt ins hiesige „Exil“. Ab 1586 bauten die inzwischen zu Bischöfen des Fürstbistums Lübeck erwählten Gottorfer Herzöge das Anwesen zur fürstbischöflichen Residenz um und ab 1773 wurden durch die Vereinigung des Gebietes mit Oldenburg und Delmenhorst die Oldenburger (Groß)-Herzöge Herren im Hause: Eutin war erst ihr Regierungssitz, später nur noch Sommerresidenz. Über viele hundert Jahre wurde an dem repräsentativen Schloss gebaut, zwischenzeitlich brannte es wie so viele Bauten der Zeit weitgehend nieder, bis es um 1840 mit einer Aufstockung und der Gestaltung des Schlossplatzes seine gegenwärtige Form erhielt.

Auch die spätere Zarin Katharina die Große berichtet in ihren Memoiren vom Leben im Eutiner Schloss - schließlich wuchs ihre Mutter hier auf , sie besuchte den Hof für längere Zeit und traf hier schließlich zum ersten Male ihren späteren Gemahl, den Prinzen Karl Peter Ulrich von Holstein-Gottorf, später Zar Peter. Weitere berühmte Persönlichkeiten wie der Goethemaler Wilhelm Tischbein oder der Vater des berühmten Komponisten Carl Maria von Weber hinterließen am Hofe ihre Spuren. Fortschrittliche Herzöge führten hygienische Neuerungen und gartenphilosophische Umgestaltungen ein und prägten lange die regionale Geschichte, was aber mit der Abdankung der Oldenburger im Jahre 1918 endete.

Das Schloss beeindruckt heute als Museum ("Wohnschloss der Herzöge") und mit Sonderausstellungen Besucher aus aller Welt. Großflächige Deckengemälde, kostbare Wandbespannungen, originale Möbelstücke, Gemälde, Uhren oder Ausstattungsstücke wie drei ungewöhnliche Schiffsmodelle Zar Peters des Großen sind zu bestaunen. Nach mehr als 10 Jahren Bauzeit wurde 1997 der erste Restaurierungsabschnitt des Schlosses für Besichtigungen freigegeben, der Rittersaal und weitere prunkvolle Räume wurden 2006 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein Restaurant-Café belebt heute das Haus, Konzerte und andere Veranstaltungen fnden in Schlossräumen ebenso statt wie private oder Firmen-Feierlichkeiten.

 

Öffnungszeiten 2017

 

Vorsaison:

März-Juni:                      17.03. - 09.04.    Fr. - So.     11-17 Uhr

                                     10.04  - 18.06     Di. - So.     11-17 Uhr

Hauptsaison:

Juni-September:             19.06. - 17.09.       täglich:    10-18 Uhr

Nachsaison:

September-Weihn.:        18.09. - 31.10.    Di. - So.      11-17 Uhr

                                     01.11. - 03.12.    Fr. - So.      11-17 Uhr

                                     04.12. - 22.12.    Di. -So.       11-17 Uhr    

 

Führungen tgl. 15 Uhr (3,-€ pro Person)


Preise

Erwachsene: 8,- €

Kinder bis 6 Jahre: frei

7-12 Jahre: 3,- €

Familie: 16,- €

Ermäßigung mit: Behindertenausweis, Schüler/Azubi (ab 13-27 J.) 4,-€                                  

 

 

 

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Stiftung Schloss Eutin
Schlossplatz 5
23701 Eutin
Tel.: 04521-70950
E-Mail:
Web: http://www.schloss-eutin.de