Die Vorführungen finden im Naturerlebnisraum Pfarrhof Schönwalde (Navigation: Jahnweg 2) statt und beginnen jeweils um 21 Uhr. Bereits eine Stunde zuvor lädt der Freundeskreis zum Come-together bei Getränken und Snacks vor der Pfarrscheune auf dem Gelände des Pfarrhofes ein. Die Einnahmen und Spenden des Abends kommen der Erhaltung und Pflege des Naturerlebnisraums zu Gute.
Der Eintritt zu den Filmabenden ist frei. Die Veranstaltung wird finanziell unterstützt durch die Prokon eG. Die Energiegenossenschaft betreibt einen Windpark in der Gemeinde Schönwalde und fördert regelmäßig Projekte zur Förderung des Gemeinwohls. „Wir freuen uns sehr, das Projekte des Kino-Sommers im Naturerlebnisraum Schönwalde in diesem Jahr unterstützen zu können“, sagt Katharina Beyer, Vorständin der Prokon eG.
Den Anfang macht am 1. August der vielfach ausgezeichnete Film „Mein Lehrer, der Krake“ von Craig Foster aus Südafrika.
Während eines schweren Burn-out-Syndroms 2010 versucht Foster beim Schwimmen und Schnorcheln in den Gefilden seiner Jugend wieder in Einklang mit der Natur und seinem Leben zu kommen. Dabei stößt er auf ein Krakenweibchen mit dem er sich anfreundet. Diese Begegnung wird ihn dramatisch prägen.
Die Dokumentation ist weit mehr als die wissenschaftliche Dokumentation eines artenreichen Ökosystems – sie wird auch als Beziehungsgeschichte, beinahe als -drama inszeniert. Sieben Jahre ist er fast täglich, auch mit der Kamera, im Kontakt mit dem Oktopus, und es baut sich ein scheinbar vertrauliches Verhältnis zwischen beiden auf.
Darauf aufbauend entsteht über drei Jahre im Team mit der Tierfilmerin Pippa Ehrlich der Film, der tiefe Einblicke in das Ökosystem des Kelpwaldes und das wenig erforschte Verhalten der Tintenfische. „Mein Lehrer, der Krake“ ist eine herausragende Unterwasserdokumentation. „Dieser Naturfilm schafft es, eine Tierart nicht zu sehr zu vermenschlichen, ihre Biologie und ihr Verhalten bis ins kleinste Detail zu beschreiben und dabei trotzdem große Gefühle zu erzeugen. Der Filmemacher wird Teil seiner Geschichte – und es ist gerade diese persönliche Wandlung des Erzählers, die einen als Zuschauerin dazu anregt, auch das eigene Verhältnis zur Natur und zum Leben zu hinterfragen. Zu spürbar wird in jeder Szene, wie verletzlich, wie vergänglich wir selbst sind und all die bemerkenswerten Wesen, die mit uns auf diesem Planeten leben. Vielleicht braucht es diese großen Gefühle, um es mit dessen Schutz endlich ernst zu nehmen.“ (Dagny Lüdemann, Die Zeit)