Reif fürs Museum? Jiddische Musik hat eine Tradition - aber zu der gehört es, lebendig und wandlungsfähig zu sein, alles aufzusaugen was rundherum klingt, und in der kleinsten Mauerritze zu blühen.
Di Chuzpenics sind eine Klesmer-"kapelje" mit einem wohlig schwingenden Quetschen-Fundament, auf dem Oboe und Geige gegeneinander zum Duell antreten - und Martin W. Luth gesellt sich mit seinem klaren Bariton als singender Geschichtenerzähler dazu. Doch immer wieder formieren die vier Kieler sich zu überraschenden Duetten, Trios oder auch zu einem klangvollen A-cappella-Chor. Diese farbigen, eigenwilligen Arrangements ergeben sich unmittelbar aus der vielschichtigen Tiefe der jiddischen Musik.