Auf Initiative des Fördervereines Johanniskirche e.V. und der Plöner Jahrbuchautorin Marion Heine wird der Journalist und Buchautor, der selbst Mitglied der Mendelssohn-Familie ist, einen fundierten Einblick in die Geschichte seiner Familie geben und deren Verbindungen zu Plön aufzeigen. 2005 veröffentlichte er die Familienbiografie „Das Glück der Mendelssohns“, deren englische Ausgabe im Sommer 2026 in New York erscheint.
Die berühmtesten jüdischen Gelehrten aus ganz Europa finden sich unter den Vorfahren des Moses Mendelssohn (1729-1786). Toleranz gegenüber „den Anderen“, auch innerhalb der Verwandtschaft, lernen seine Nachkommen und verbinden sich mit adligen preußischen und Hugenotten-Familien. Als einflussreiche Bankiers, Gelehrte und Künstler stellen Moses-Nachfahren, darunter die Musiker-Enkel Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy, einen Mikrokosmos der deutsch-jüdischen Geschichte dar. Ein vielfältiges Spektrum der Assimilation und der erfolgreichen Integration bestimmt ihr Leben. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts -- als Lili Du Bois-Reymond, eine Enkelin der Komponistin Fanny, mit ihrer Familie nach Plön gelangt. Bis zu den Vertreibungen vieler Mendelssohns in die Zuflucht des Exils. Fragen der Herkunft, Identität und Zukunft bestimmen das Leben der Mendelssohnfamilie. Ihr Familienemblem ist das Aufklärungs-Vermächtnis der bürgerlichen Verantwortung, der „Kranich mit dem Stein“.
Weitere Info:
Thomas Lackmann, geb. 1954, studierte katholische Theologie, war Journalist und Redakteur im Ruhrgebiet und in Berlin. 2005 veröffentlichte er die Familienbiographie „Das Glück der Mendelssohns“, deren englische Ausgabe im Sommer 2026 in New York erscheint. Seit 2006 leitet er die Mendelssohn-Remise in Berlin-Mitte, eine Ausstellungs- und Veranstaltungshalle im ehemaligen Stammhaus der Mendelssohn-Bank.
Marion Heine hat im Jahrbuch für Heimatkunde im Kreis Plön, Band 48 und 49, umfassende Forschungsbeiträge zur Familie Du Bois-Reymond in Plön veröffentlicht.