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Johann Kunckel ist einer der berühmtesten Alchimisten des 17. Jahrhunderts. Dadurch, dass er sich im Jahre 1676 in die Matrikel der Universität Wittenberg als „30.5.1676 Kunckel, Johann, Ploenâ Holsatus“ einschreibt, wissen wir, dass er im Kirchspiel Plön geboren ist. Bei seinem Glaslehrbuch „Ars vitraria experimentalis – oder die vollkommene Glasmacher-Kunst“ handelt es sich um das erste in deutscher Sprache verfasste Druckwerk für die Kunst des Glasmachens. In Potsdam wurde er am Hof des großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg zum Geheimen Kammerdiener bestellt. In der Folge übernimmt er die Potsdamer Glashütte und entwickelt dort sein Verfahren, ein leuchtend rotes Glas durch den Zusatz von Gold zu schmelzen. So galt er lange Zeit hindurch als der eigentliche Erfinder des im Barock so geschätzten und auch geheimnisumwitterten Goldrubinglases. Noch heute, nach über 300 Jahren, gilt Johann Kunckel als eine der bekanntesten und wohl bedeutendsten Persönlichkeiten der neueren Glasgeschichte.