Wilhelm von Kobbe (1859-1925)
– „Der Reiz der Skizze“
26.6. – 20.9.2026, DG
Wilhelm von Kobbe wurde 1859 bei Itzehoe geboren und erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Lithographischen Anstalt in Hamburg und am Polytechnikum Hannover bei Professor Lallemand. 1889 zog er nach Eutin, um das Drogerie- und Farbengeschäft seines Bruders zu übernehmen. Zeitlebens ging er aber dennoch als Amateurmaler intensiv seinen künstlerischen Neigungen nach und schuf zahlreiche Zeichnungen und Ölbilder von Eutin und seiner Umgebung, wo er 1925 verstarb.
Im März 2025 erhielt das Ostholstein-Museum von den Nachfahren Wilhelm von Kobbes eine großzügige Schenkung von rund 85 Ölbildern und -studien des Malers, die nun nach einer durch die Fielmann AG finanzierten Restaurierungsmaßnahme in einer großen Auswahl präsentiert werden. Gerade die pleinair in der Natur zu unterschiedlichen Tageszeiten gemalten, kleinformatigen Landschaftsskizzen und Stadtansichten üben auf die heutigen Betrachterinnen und Betrachter einen großen Reiz aus, zeigen sie doch in der sicheren malerischen Umsetzung des Motivs in besonderem Maße das Talent von Kobbes, der heutzutage auch in seiner Heimatstadt in Vergessenheit geraten ist.