1. Museumsnetzwerktreffen

Um die kleineren und mittleren Museen zu unterstützen, gründet das Projekt „Museumsberatung und -zertifizierung in Schleswig-Holstein“ gemeinsam mit den fünf Kulturknotenpunkten im Land regionale Museumsnetzwerke -am 31. Oktober treffen sich die Museen erstmalig im Kulturknotenpunkt Plön / Eutin im Kreismuseum Plön.

 

In Schleswig-Holstein gibt es 232 Museen, 110 von ihnen zählen zu den Volkskunde- und Heimatmuseen. Diese Museen bilden das kulturelle Gedächtnis der Regionen, sind im ländlichen Raum wichtige Veranstaltungsorte für Volkshochschulen, Künstler, Schriftsteller und Musiker und für viele Grundschüler sind sie das erste Museumserlebnis ihres Lebens. Umso wichtiger ist es, dass diese Museen zukunftsfähig aufgestellt sind. Eine ansprechende Ausstellungsgestaltung und eine qualitätvolle Vermittlungsarbeit sind unerlässlich, um die Besucher von heute und morgen für die Museen zu begeistern. Oft mangelt es diesen Häusern jedoch an personellen und finanziellen Ressourcen - 51 % der schleswig-holsteinischen Museen werden rein ehrenamtlich geführt, viele Stadtmuseen sind lediglich mit einer Museumsleitung mit einer halben bis ganzen Stelle besetzt.

 

In den regionalen Museumsnetzwerken werden die Museen in die Kulturknotenpunkte eingeladen, um in einem unkomplizierten Veranstaltungsformat ganz konkrete Kontakte untereinander und zu freien Mitarbeitern herzustellen.

 

Beim ersten Treffen im Kulturknotenpunkt Plön / Eutin / Malente geht es zunächst um eine Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse, im zweiten Schritt sollen dann ganz konkrete Kontakte etwa zwischen freien Museumspädagogen und den Museen hergestellt werden. In den regionalen Museumsnetzwerken können sich von nun an die Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter einer Region regelmäßig austauschen und Synergieeffekte nutzen. Jedes Treffen wird sich einem speziellen, museumsrelevanten Thema widmen: So wird es u.a. um „Vermittlung, „Barrierefreiheit“, „Gesellschaftliche Teilhabe im Museum“, „Kulturtourismus“, „Servicequalität“, „Kultursponsoring“ und „Präventive Konservierung“ gehen.