Carl Maria von Weber (1786 - 1826)

Eutins berühmtester Sohn ist zweifelsfrei er, der Komponist der Oper „Freischütz“.

Alles begann in der Lübecker Straße 48, wo noch heute das Geburtshaus Webers steht, ein zweigeschossiges Fachwerkhaus aus dem 18. Jh.

Webers genaues Geburtsdatum ist umstritten (18. oder 19.11.), seine Taufe fand am 20.11.1786 in der Eutiner Schlosskapelle statt und ist im Eutiner Kirchenbuch belegt. Kurios: Der Zweitname Maria wurde deutlich später eingefügt.

Bald jedoch verließ der kleine Carl mit seinen Eltern, (Vater Franz war Musiker und Kapellmeister und hoffte am Eutiner Hof auf bessere Anstellung, Mutter Genovefa war Opernsängerin) die Stadt. Zweimal noch, in den Jahren 1802 und 1820, machte Weber auf Konzertreisen Station in Eutin.

Anlässlich seines 125. Todestages finden seit 1951 ihm zu Ehren jährlich im Schlossgarten die Eutiner Festspiele statt – Opern-, Operetten- und Gala-Aufführungen mit über 40.000 Besuchern. Außerdem erinnert eine Bronzebüste im Weberhain an den berühmtesten Sohn der Stadt. Ein Relief auf der Rückseite zeigt eine Szene aus dem „Freischütz“.

Weber ging später u.a. nach Breslau, Stuttgart, Prag und Dresden, wo seine Hauptwirkungsstätte lag. Die Uraufführung seiner Oper „Oberon“ führte ihn zuletzt nach London, wo er am 5.6.1826 an Tuberkulose verstarb.

Dass Carl Maria von Weber auch ein bedeutender Schriftsteller war, ist kaum bekannt. Seine musikalischen und dramaturgischen Artikel fanden damals beim Publikum großes Interesse. Er war übrigens als Cousin von Mozarts Frau Constanze weitläufig mit diesem verwandt.

 

Folgen Sie den Spuren Webers durch Eutin auf einem Weber-Spaziergang.