Johann Heinrich Voß (1751 - 1826)

Die Übersetzung der Homer´schen Odyssee ist eine seiner bekanntesten Leistungen, aber auch eigene literarische Werke machten den Denker bekannt.

Voß war zudem Gründer und führender Kopf des ersten deutschen Dichterbundes, des Göttinger Hainbundes. Er wurde 1782 durch Vermittlung des Grafen Stolberg (der sich später mit ihm überwarf) als Rektor an die Eutiner Gelehrtenschule berufen. Während seiner Eutiner Zeit erhielt er Besuch zahlreicher berühmter Zeitgenossen, so von den Dichtern Klopstock, Claudius, Nicolovius und Jacobi.

Voß wohnte in der Hofapotheke, im ehem. Witwenpalais und in der Wasserstraße bevor er ins später „Voß-Haus“ getaufte Gebäude einzog; Dieses war nach seinem Tode jahrzehntelang ein renommiertes Hotel, bevor es in kalter Winternacht 2006 ungeklärter Brandstiftung zum Opfer fiel.

Voß widmete sein Leben seinen literarischen Arbeiten, Gedichten, Übersetzungen und antiquarischen Forschungen. 1784-1802 erlebte er in Eutin seine Hauptschaffenszeit. Goethe schätze seine Kennerschaft antiker Metrik und deren Übertragung ins Deutsche. 1829 veröffentlichte er mit Hilfe seiner Söhne aber auch eine neunbändige Übersetzung der Dramen Shakespeares. Von seinen selbst geschriebenen Oden, Liedern und Idyllen finden sich insbesondere in der „Luise“ zahlreiche Landschaftsteile der Holsteinischen Schweiz wieder.

Wenn auch eine seiner einstigen Wirkungsstätten heute Carl Maria von Weber-Schule heißt, so steht seine Büste doch vor dem Portal – und eine J. H. Voß-Schule gibt es außerdem.

Hin und wieder war Voß zusammen mit anderen wichtigen Persönlichkeiten der Stadt an die Tafel ins Schloss geladen, von Zeit zu Zeit soll er auch mit dem Herzog durch den Schlosspark geschlendert sein. Später ging er nach Jena und Heidelberg, wo er am 29.3.1826 verstarb.