Graf Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg (1750 - 1819)

Der Dichter, Übersetzer und Jurist Stolberg verfasste Oden, Balladen, Satiren, Dramen und Reisebeschreibungen, bevor er von 1791 bis 1800 Präsident der fürstbischöflichen Kollegien in Eutin wurde.

Aufgrund seiner Aufsehen erregenden Konversion zum kath. Glauben reichte Stolberg sein Entlassungsgesuch beim Fürstbischof ein und ließ sich nach Kontroversen mit dem Eutiner Kreis (Voß, Jacobi, Nicolovius) in Lütkenbeck bei Münster nieder.

Nach dem Tod seiner ersten Frau war er durch seine zweite Heirat finanziell unabhängig und widmete sich nur noch seinen religionsgeschichtlichen Interessen ohne ein Amt zu bekleiden.

Nach ihm ist in Eutin die Stolbergstraße benannt, wo auch noch sein einstiges Wohnhaus steht. In der Landesbibliothek am Eutiner Schlossplatz ist die umfangreichste Sammlung Deutschlands über ihn zu finden.