Keine Angst vor Zerkarien

Die auch „Entenfloh“ genannten, winzigen Wurmlarven leben normalerweise im Körper von Schnecken oder Enten und sind für das menschliche Auge unsichtbar. Ihr Vorkommen in den Seen der Holsteinischen Schweiz ist ganz natürlich. Sie kommen nur irrtümlich beim Wechsel ihres Wirtstieres auch gelegentlich mit der menschlichen Haut in Berührung, in die sie sich dann kurzzeitig "hineinbohren" und etwas danach Juckendes hinterlassen. Die Symptome sind mit Mückenstichen vergleichbar und verursachen Jucken und rote Pusteln, beim erneuten Kontakt mehr als beim ersten Mal. Ihre Häufigkeit ist ebenso wie bei Mücken von Jahr zu Jahr, von Ort zu Ort unterschiedlich, vermehrt kommen sie aber in warmen Sommern vor. Zerkarien treiben besonders im flachen Wasser an der Oberfläche und sind, insbesondere für Kinder manchmal stärker, unangenehm, wie eben auch Mückenstiche.

Sollten an Ihrer Badestelle Besucher von einer Häufung von Zerkarien berichten oder Sie selbst die genannten Symptome an sich oder Mitbadenden feststellen, bieten sich folgende Alternativen:
a) Fahren Sie an eine andere der vielen Badestellen in der Holsteinischen Schweiz.
b) Halten Sie sich nicht länger im Flachen auf und reiben sich nach dem Baden zügig trocken, also die Zerkarien von der Haut.
c) Fragen Sie  in der Apotheke nach einer speziellen kombinierten Sonnen-/Quallenschutzcreme bzw. einer wasserfesten Hautcreme mit 0,5 bis 1% Niclosamidgehalt.

Und genau wie bei Mücken gilt: Sie sind zwar unangenehm, aber gesundheitlich völlig harmlos – und Sie werden sich doch nicht die Urlaubsfreude von einem Unsichtbaren verderben lassen!