Jagdschlösschen am Ukleisee

Das Jagdschlößchen am Ukleisee wurde 1776 von dem Eutiner Hofbaumeister Georg Greggenhofer im Auftrag des Lübecker Fürstbischofs Friedrich August errichtet. Es steht auf einer erhöhten Landzunge zwischen dem Keller- und Ukleisee inmitten einer idyllischen Waldlandschaft. Das Gebäude wurde im Laufe der Zeit als Teepavillon, Lusthaus für kleine Feierlichkeiten sowie als Jagdschloss vielseitig genutzt. Wilhelm von Humboldt, Immanuel Geibel oder Johann Heinrich Voß gehörten zu den Liebhabern der eiszeitlich geprägten Wald-, Hügel- und Seenlandschaft am Ukleisee. Auch die Fürsten hatten die malerische Landschaft schon für sich entdeckt und errichteten zwischen den zwei Seen ein kleines Domizil.
Der See entstand nach dem Abschmelzen der einst mehrere 100 m dicken Gletscher, indem Eisblöcke unter den mitgeführten Gesteinsmassen erst später abtauten und wassergefüllte Senken hinterließen. Das heute mit Buchen und Eichen umwaldete Gewässer ist bis zu 16 m tief und 35 ha groß. Um ihn rankt sich eine geheimnisvolle Sage, nach der ein Kirchlein hier versunken sein soll. Bis heute ist der Ukleisee zu Recht ein beliebtes Ausflugsziel.
 

Die Sage vom Ukleisee
Auf der Anhöhe, wo jetzt das Jagdschlößchen steht, befand sich vor langer Zeit ein Schloss, in dem ein junger, schöner Ritter lebte.
Jeden Morgen ging er in den Wald zum Jagen und begegnete dort oft der Tochter eines armen Bauern aus Sielbeck, die ihres Vaters Pferde vom Wald auf die Wiesen führte. Der Ritter, von ihrer Schönheit entzückt, verliebte sich in sie, doch sie widerstand seinen Annäherungen und den ihr angebotene Geschenken. Auf seine Liebesschwüre entgegnete sie, dass sie niemals seine Frau werden könne, da sie nur die Tochter eines armen Mannes sei. Und doch hatte sie sich bereits unsterblich in den wilden Ritter verliebt.
Eines Morgens, als er sie wieder mit Bitten und Versprechungen bedrängte, kamen sie zu einer kleinen Kapelle im Wald. Der Ritter führte das Mädchen zum Altar mit den Worten: „Hier vor Gottes Augen nehme ich Dich als meine Gemahlin und der Himmel soll mich vernichten, wenn ich meine Treue nicht halte.“ Das Mädchen glaubte seinem Schwur und traf den Ritter von nun an jeden Morgen im Wald. Als das Mädchen ihn an seine Versprechen erinnerte, kam er seltener und schließlich gar nicht mehr. Sie fühlte sich verlassen und betrogen, trug nur noch ein schwarzes Kleid, wurde vor Gram krank und starb.
Inzwischen hatte sich der Ritter mit einer reichen Gräfin verlobt. Die Hochzeit sollte in eben jener Kapelle im Wald stattfinden, in der er dem Bauernmädchen Versprechungen gemacht hatte. Als der Pfarrer nach seiner Predigt das Brautpaar zusammenführen wollte, erschien plötzlich der Geist des unglücklichen Mädchens. Ihr Finger zeigte drohend auf den Bräutigam, als er in Schrecken niederfiel. Ein furchtbares Gewitter brach aus und die Kapelle mit allen, die darin waren, versank im Boden und es entstand der See, wie wir ihn heute kennen. Nur der Pfarrer, die Braut und ein kleines Mädchen auf der hölzernen Treppe zum Altar wurden gerettet.
In der Abenddämmerung, bei ganz stillem Wasser, ist das Läuten des kleinen Glöckchens der Kapelle aus dem Wasser zu hören, doch man muss selbst ganz still sein und genau hinhören…

 

Öffnungszeiten

15. Mai - 14. September

Di - So 11:00-16:00 Uhr

 

Infoflyer als Download

Jagdschlösschen am Ukleisee- Stiftung der Sparkasse Ostholstein
Frau Susanne Brünnicke
Tel.: 04531-50877003
E-Mail: