Dorfmuseum Schönwalde

Das Dorf- und Schulmuseum befindet sich im Zentrum Schönwaldes. Es ist in der ehemaligen Dorfschule untergebracht. Im Jahre 1823 wurde das Gebäude als Kirchspielschule errichtet und galt in seiner Ausstattung mit Holzfußboden und einem Sitzplatz für fast jedes Kind als die modernste Schule im damaligen Herrschaftsgebiet der Oldenburger Herzöge.

Die Schule bot Platz für zwei Klassenräume (Elementar- und Hauptschüler) und eine Lehrerwohnung. 150 Jahre lang wurde hier die Dorfjugend unterrichtet, dann zogen Lehrer und Schüler 1973 in die neu errichtete Dörfergemeinschaftsschule auf der anderen Seite des Schulhofes um. Aus dem alten Schulgebäude machte der letzte Rektor der Dorfschule, Hermann Michaelsen, nach und nach ein Museum.

Keimzelle war die heimatkundliche Schulsammlung, deren Anfänge zu Beginn der sechziger Jahre liegen. Ab 1960 fertigten Schüler nach vorhandenen Zeichnungen und Beschreibungen die noch heute ausgestellten Hausmodelle. Für die unterrichtliche Auswertung wurden alte Geräte und Gegenstände mitgebracht, die alljährlich auf der Ausstellung von Schülerarbeiten in der "Heimattruhe" gezeigt wurden.

An die Zeit als Dorfschule erinnert der mit historischem Schulmobiliar komplett eingerichtete frühere Klassenraum der Hauptschüler.

In den übrigen Räumen des Hauses werden den Besuchern Einblicke in die Arbeits- und Lebenswelt der Bauern und Handwerker, der Hausfrauen und Kinder des späten 19. und frühen 20.Jahrhunderts gegeben.

Alle Angebote des Museums stehen unter dem Motto:

Erzähle mir, und ich vergesse,

zeige mir, und ich erinnere,

lass mich tun – und ich verstehe

 

Hände falten, Schnabel halten

Im historischen Klassenraum, in dem nur eine kleine Auswahl der großen Sammlung an Schulwandbildern hängt, scheint es, als sei der alte Schulmeisters gerade zur Tür hinaus und die Schüler erholten sich von den strengen Regeln des Unterrichts aus früheren Zeiten. In den engen Bänken können die Besucher platznehmen und wie um das Jahr 1900 mit Schiefertafel und Griffel oder Federhalter und Tinte schreiben. Für Kinder eine Reise in eine unbekannte Zeit und für manchen Erwachsenen eine Auffrischung alter Erinnerungen.

Die Mühen der Hausarbeit

Waschmaschine, Geschirrspüler, Elektroherd, Mirkowelle & Co, sind heute in jedem Haushalt selbstverständlich. Sie erleichtern die tägliche Hausarbeit und lassen manchen Handgriff zur Minuten Angelegenheit werden. Aber wie war es noch bis zur Mitte des vergangen Jahrhunderts? Waschen ohne Waschmaschine, Bügeln ohne Strom, Heizen und Kochen mit Kohle und Holz – das kann man sich heute kaum vorstellen. Wie konnte die Hausfrau das schaffen?

Wer will fleißige Handwerker sehen?

Das Handwerk hat seit jeher seinen festen Platz im dörflichen Leben. Dennoch gibt es Handwerksberufe die heute bereits ausgestorben sind, oder kurz davor stehen. Baumärkte, Schuhgeschäfte, Boutiquen und Supermärkte sind heute an die Stelle der Werkstätten von Tischer, Schmied, Schumacher oder Sattler getreten. Im Museum lebt das alte Handwerk weiter.

Säen, Ernten, Dreschen

Das Leben der Menschen auf dem Land war über Jahrhunderte bestimmt vom Rhythmus der Jahreszeiten. Die Schulferien orientierten sich an der Ernte und die großen Feste des Jahres waren Orientierung im Arbeitsalltag, der von den Bauern-  und Landarbeiterfamilien viel abverlangte. Denn die schweren Arbeiten auf dem Acker erledigte man nicht mit klimatisierten Treckern oder Mähdreschern, sondern mit Pferden, Leiterwagen und viel körperlichem Einsatz.

Freizeit? Hobby?

„Müßiggang ist aller Laster Anfang.“ Dieser Satz war im 19.Jahrhundert Programm für das Leben in den Dörfern. So etwas wie ein „Hobby“ pflegte niemand und auch das Spiel der Kinder war oft durch die Arbeit geprägt. Kinderarbeit war sogar selbstverständlich und notwendig. Jungen hüteten die Kühe, arbeiteten auf dem Feld oder holten das Wasser vom Brunnen oder der Pumpe. Die Mädchen arbeiten in Haus und Garten.

Historische Kleidung zum Ausprobieren

„Farben der Saison“ kannte die Landbevölkerung nicht. Egal ob Nachthemd oder Arbeitshose, ob Hut oder Nachtmütze, ob Holzpantoffel oder Arbeitsstiefel: Die Kleidung war praktisch und ihrem Zweck angemessen, ohne der Mode unterworfen zu sein. Im Dorf- und Schulmuseum Schönwalde gibt es die Möglichkeit, die „Land-Mode“ von einst am eigenen Körper auf Chic und Nutzen zu testen.

 

Öffnungszeiten

15. Mai - September

Di und Fr 16:00 - 18:00 Uhr

 

Juli - August

Di, Fr und So 16:00 - 18:00 Uhr

 

Führungen, Museumspädagogik und Kindergeburtstage mit spannender Detektivrallye ganzjährig nach Vereinbarung.

 

Preise

Erwachsene: 3,- €

Kinder: 1,- €

Führungen: 25,- € Kinder / 40,- € Erwachsene

Kindergeburtstag: nach Vereinbarung

 

Facebook: http://www.facebook.com/dorfmuseumschoenwalde

 

 

 

 

Dorfmuseum Schönwalde
Am Ruhsal
23744 Schönwalde
Tel.: 04528-910775
E-Mail:
Web: http://www.dorfmuseum-schoenwalde.de